Transienz gestalten: Transnationale Lehrentwicklung als interaktionale Praxis
Artikelinhalt
Der Beitrag analysiert transiente transnationale Gemeinschaften (TTCs) von Lehrerbildner:innen als bislang wenig verstandene Praxisform internationaler Zusammenarbeit. Auf der Grundlage einer qualitativen Längsschnittstudie in einem Erasmus+-Projekt zeigt er, dass transnationale Kooperation weniger durch formale Strukturen als durch sprachlich-interaktionale Prozesse hergestellt wird. Dialoge und Diskussionen erweisen sich dabei als zentrale Räume professionellen Lernens, der Identitätsarbeit und der Ko-Konstruktion. Als forschungsgeleiteter Institutional-Research-Beitrag macht der Artikel damit ein systematisches Entwicklungsproblem sichtbar und leitet konkrete Gestaltungsimpulse ab, die Sprache, Interaktion und relationale Führung als zentrale Ressourcen transnationaler Hochschulpraxis begreifen.
